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Wie viele von euch bereits mitbekommen haben, wird aktuell lautstark das Thema "Werbung", und wie man damit umzugehen hat, diskutiert. Die Verunsicherung unter den Bloggern ist mittlerweile groß, da die Umsetzung nicht so durchsichtig ist, wie wir "Nichtjuristen" es eigentlich bräuchten. Aus diesem Grund deklariere ich zukünftig bestimmte Details meiner Rezensionen, auch wenn ich keinerlei kommerziellen Zweck damit verfolge und auch noch nie eine monetäre Gegenleistung dafür erhalten habe. Aber ihr wisst ja: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Alternativ bliebe mir, aus Angst meinen Blog zu schließen! Da jedoch mein Herz daran hängt,
kennzeichne ich hiermit gemäß § 2 Nr. 5 TMG folgende Inhalte als Werbung:
In meinen Beiträgen finden sich (zu informativen Zwecken) Links zu Verlagen und Autoren, sowie zu Büchern auf der Webseite des jeweiligen Verlags bzw. Autors.

Freitag, 27. Januar 2017

Daniel is different

Quelle: magellan
Daniel is different 
von Wesley King  

Originaltitel: OCDaniel
Originalverlag: Simon & Schuster, Inc., 2016 
aus dem Englischen von: Claudia Max 

Erscheinungstermin: 18. Januar 2016 

Hardcover, ab 12 Jahren
304 Seiten,  15,3 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7348-4710-3
€ 17,00 [D] | € 17,50 [A] 

Verlag: magellan




Klappentext:

Es war an einem Dienstag, als mir zum ersten Mal klar wurde, dass ich verrückt war. Na ja, die Vermutung war mir schon früher gekommen, war ja unvermeidlich, aber ich hatte gehofft, es wäre nur eine Phase, so wie damals mit drei, als ich ein Feuerwehrauto sein wollte. Aber als sie an jenem schicksalhaften Oktobertag nach dem letzten Klingeln Hallo sagte, war es offiziell – ich war definitiv gaga.


Zitate:
"Meine Gedanken waren bei der Party, und so merkte ich erst zu spät, dass ich auf die Fugen zwischen den Fliesen trat. Ich durfte nicht leichtsinnig werden." Seite 17
"Im nächsten Moment flog ich durch die Luft und überlegte kurz, ob Max meiner Familie wohl erzählen würde, dass ich vor meinem Tod sogar fast gespielt hätte. Mein Vater würde sich freuen." Seite 43

Meinung: 

Daniel ist ein hochintelligenter Junge, der ein ziemlich hartes Los zu tragen hat. Nicht nur, dass er als "Streber" ein Außenseiter ist, er leidet auch unter Zwangsneurosen, Panikattacken und Angstzuständen. Wie ihr euch vorstellen könnt, versucht er das natürlich mit aller Macht vor seinen Mitschülern, Eltern und seinem besten Freund Max zu verheimlichen, denn er schämt sich, da er sich selbst für verrückt hält. Aber ist es überhaupt möglich so etwas auf Dauer zu verheimlichen?? 
Abhilfe kann er sich eigentlich nur verschaffen, indem er schreibt. Aber das kann man ja auch nicht rund um die Uhr tun... Alles was er will, ist normal zu sein und sich nicht so einsam zu fühlen.
Als dann plötzlich mehrere Dinge zusammenkommen -der Schulball, ein Gespräch mit dem Mädchen, in das er seit Ewigkeiten verliebt ist und eine geheimnisvolle Nachricht in seinem Rucksack- droht sein Leben völlig aus dem Ruder zu laufen. Ob er dem gewachsen ist? Lest selbst :)

Der Schreibstil ist sehr jugendlich und leichtgängig, passt also perfekt zu Daniels Geschichte -gerade am Anfang schweift er auch immer wieder mal ab, was ihn nervös und somit noch authentischer wirken lässt. Erzählt wird aus seiner Perspektive, was der Tiefe des Charakters natürlich gut tut, einen aber auch ab und an schwer schlucken lässt! Er hat zum Beispiel sein "Zu-Bett-geh-Programm", bei dem seine Panikattacken und Zwangsneurosen voll zur Geltung kommen. Oft dauert es Stunden, bis er tatsächlich schläft, meistens weint er dabei, weil er denkt, er sei komplett verrückt. Aber er muss da durch, denn die Angst, dass er -oder jemand der ihm nahe steht- sonst stirbt, sitzt zu tief. 
Die Kombination der Symptome zusammen mit seinem fehlenden Selbstwertgefühl machen seine Verzweiflung nahezu greifbar und lassen mich sehr nachdenklich zurück. Zwar wird das Ganze durch Daniels Witz und Humor wie durch andere Charaktere -die trotz seiner Andersartigkeit zu ihm stehen, sich als wahre Freunde herausstellen und somit helfen- aufgelockert, aber es wird einem wirklich bewusst, wie schwer so ein Leben sein kann. 
Ich hoffe sehr, dass, falls ein Betroffener diese Geschichte lesen sollte, er sich diese zu Herzen nimmt und das Buch ihm vielleicht dabei hilft zu erkennen, dass er mit seinem Problem nicht alleine ist.
Sehr schön fand ich zu diesem Thema auch das Nachwort des Autoren, der selbst betroffen ist und sich erst mit knapp 30 Jahren Hilfe gesucht hat. Entsprechende Anlaufstellen werden auch genannt.

Für mich ist "Daniel is different" ein gelungenes, bewegendes Kinder-/Jugendbuch mit vielen tollen Themen wie Freundschaft und dem Umgang mit Andersartigkeit, das trotz -oder gerade wegen- seines ernsten Themas witzig, liebevoll gestaltet und wirklich lesenswert ist!

mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Dienstag, 24. Januar 2017

Touch - Dein Leben gehört mir

Quelle: Bastei Lübbe
Touch - Dein Leben gehört mir 
von Claire North  

Originaltitel: Touch
aus dem Englischen von: Eva Bauche-Eppers
Originalverlag: Orbit, GB, 2015 

Erscheinungstermin: 11. November 2016

Hardcover
507 Seiten, Thriller
ISBN:  978-3-7857-2576-4 

€ 20,00 [D]  
ebook € 15,99 [D] 

Verlag: Bastei Lübbe



die Autorin: 

Claire North, geboren 1986, ist das Pseudonym der britischen Autorin Catherine Webb, die bereits mit 14 Jahren entdeckt wurde. Seitdem hat sie diverse Fantasy-Romane geschrieben und wird unter anderem mit großen Literaten wie Philip Pullman verglichen. Die vielen Leben des Harry August gilt als ihr Meisterwerk und wurde von Presse und Autoren hochgelobt.  


Klappentext:

REICH MIR DEINE HAND - UND DEIN LEBEN GEHÖRT MIR ... 
Ihr könnt mich Kepler nennen. Der Name ist so gut wie jeder andere. Ich bin seit Jahrhunderten kein Mensch mehr, ich bin ein Geist. Ich kann durch eine Berührung — Haut an Haut — von einem Körper in den nächsten wechseln. Menschen sind für mich nur Hüllen. Gefäße, die ich mit einer Berührung in Besitz nehmen kann. Ich könnte dieser alte Mann dort sein oder die Frau mit dem Kinderwagen. Und eine Sekunde später das Kind, das ihre Hand hält. 
Doch jemand kennt mein Geheimnis. Jemand hat einen Killer auf mich angesetzt, und ich werde herausfinden, wer dahintersteckt. Was wäre einfacher, als dies im Körper meines Mörders zu tun?


Zitate:
"Natürlich. Harte Burschen erwachen in Handschellen an unbekannten Orten, erschießen Frauen in Bahnhöfen, werden von einem fremden Bewusstsein in Besitz genommen und quer durch halb Europa expediert, aber sie zucken nicht mit der Wimper." Seite 80
"Meine Augen brannten. Ich drehte den Kopf zur Seite und hoffte, dass er nicht sah, dass ich weinte." Seite 154

Meinung: 

Kepler“ -ich bleibe jetzt einfach auch mal bei diesem Namen- ist ein Geistwesen. Getötet vor vielen, vielen Jahren, sprang er, in der Sekunde seines Todes, durch Berührung seines Mörders in dessen Körper. Seitdem kann er beliebig die Hüllen wechseln - einzige Voraussetzung ist Hautkontakt. ,
Im Laufe der Zeit hat er sich entschieden als „Makler“ tätig zu werden und so den anderen Geistwesen quasi ihre Wunschkörper zu vermitteln.
Er selbst „mietet“ sich ab und an auch mal längerfristig ein, natürlich nicht, ohne dem betroffenen Menschen ein Angebot abzugeben, dass nur die wenigsten ablehnen. Sei es Geld, ein Entzug oder eine Operation. Solche Dinge machen ihm nichts aus und er legt allzeit großen Wert darauf, die Hüllen pfleglich zu behandeln. Er will nicht, dass die Wirte ihre Hülle beschädigt vorfinden, wenn deren Bewusstsein wieder erwacht.
Doch auch wenn es auf den ersten Blick nett klingt, einfach in jeden Körper einziehen zu können der einen anspricht, finden sich doch viele Nachteile.
Der  größte davon ist, dass es immer wieder Menschen gibt, die versuchen, alle Geister zu vernichten. Und genau hier setzt die Geschichte auch an. 
Ein Auftragsmörder versucht Kepler zu töten. Jedoch dieses Mal nicht nur ihn, sondern auch seine Wirtin, die bei dem Angriff tatsächlich stirbt! Wer hat es auf ihn abgesehen und WARUM musste auch Josephine sterben??

Wir begleiten Kepler auf seiner Suche nach den Hintergründen und der Wahrheit. Hierbei durchleben wir Exkursionen in Keplers früherem Leben, welche uns den Charakter kennenlernen und vor allem ans Herz wachsen lassen! Ich bin immer noch hin und weg von diesem tollen Protagonisten, der zwar auch mal egoistisch sein kann -wobei dies eigentlich nur seinem Überleben dient-, aber gleichzeitig gutherzig und voller Emotionen ist. Das macht ihn sehr authentisch und seine trockene, sarkastische Art, runden das Bild perfekt ab! 
Nicht selten musste ich wegen seinem Humor schmunzeln oder hatte Mitleid mit ihm! Denn sein bisheriges Leben wird in allen Facetten geschildert. So merken wir auch schnell, dass er ein einsames Leben führt, immer achtsam, immer ein Stück weit auf der Flucht vor denen, die ihn vernichten wollen...

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist durchgehend eingängig und einfallsreich, gehalten in weitestgehend kurzen Kapiteln aus Keplers Perspektive. So erleben wir die emotionale Komponente quasi aus erster Hand.
Aber auch das Setting kommt nicht zu kurz! Da Kepler nun mal schon ein paar Jahre älter ist als die meisten von uns, hat er auf seiner Reise durch die vielen Städte natürlich aus früheren Besuchen viel dazu zu erzählen ;)

Das einzige Manko, das ich für mich entdecken konnte, ist die Klassifizierung der Geschichte. Bis zur Hälfte des Buches tat ich mir etwas schwer, sie als „Thriller“ zu sehen, dafür ist das Augenmerk auf Keplers Wesen, Vorgeschichte und das Drumherum etwas zu ausgeprägt.
Bitte versteht mich nicht falsch, dieser Teil hat mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt -dafür ist seine Geschichte viel zu interessant-, aber für einen Thriller war mir einfach zuviel nebenher.
Im zweiten Teil jedoch, geht es dann ziemlich rund, um sich in einem wirklich gelungenen Showdown zu entladen.

Für mich war „Touch“ eine wirklich tolle und vor allem originelle Grundidee, weit entfernt von dem, was man normalerweise so in die Finger bekommt! 
Interessant, spannend, fesselnd und definitiv lesenswert!


mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen


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Donnerstag, 12. Januar 2017

Salz für die See

Quelle: Königskinder
Salz für die See 
von Ruta Sepetys  

Originaltitel: Salt to the Sea
Originalverlag: Philomel Books, NY
Übersetzt von Henning Ahrens

Erscheinungstermin: 29. September 2016 
Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag, 14x21cm
400 Seiten, ab 14 Jahren, 
ISBN: 978-3-551-56023-0

D: 19,99 € | A: 20,60  
ebook D & A: 13,99 


Verlag: Königskinder




die Autorin: 

Ruta Sepetys in  wurde in Michigan geboren und hat litauische Vorfahren. Ihren Wurzeln ging sie in ihrem ersten Buch, "Und in mir der unbesiegbare Sommer", nach. Für ihren zweiten Roman, „Ein Glück für immer“, hat sie ihre Lust an historischer Recherche mit dem Interesse an New Orleans und seinem schillernden French Quarter verbunden.   


Klappentext:

Die letzten Kriegstage des Jahres 1945: Tausende Menschen flüchten aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Darunter Florian, ein deutscher Deserteur, Emilia, eine junge Polin, und Joana, eine litauische Krankenschwester. Eine Notgemeinschaft, in der jeder ein Geheimnis hat, das er nicht preisgeben will. Denn der Krieg hat sie Misstrauen gelehrt.
Im eiskalten Winter wählt der kleine Flüchtlingstrek den lebensgefährlichen Weg über das zugefrorene Haff. In Gotenhafen, so heißt es, warte die Wilhelm Gustloff, um sie nach Westen zu bringen. Doch auch dort sind sie noch lange nicht in Sicherheit. 


Zitate:
"Der Gestank nach Erschöpfung, versagenden Blasen, vor allem aber nach Angst war schlimmer als der Mief in einem Schweinestall." Seite 33
"Sie nichte, aber ich war überzeugt, dass sie nicht verstand. In ihrem Strickhandschuh wirkte die Pistole riesig.Seite 62
"Sie hatten die Evakuierung angeordnet. Der Staat hatte einen Befehl erteilt, der schon vor Monaten hätte ergehen müssen.                Lauft um euer Leben." Seite 108

Meinung:

Puhh, ehrlich gesagt war ich lange unschlüssig, was ich in dieser Rezension schreiben soll, denn ich weiß nicht, ob meine Worte diesem Buch auch nur ansatzweise gerecht werden können! Aber ich versuche es einfach mal…

Die Geschichte spielt während des 2. Weltkrieges. In deren Verlauf begleiten wir vier Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

  • Joana, 21, ist in Litauen geboren. Sie bestreitet ihre Flucht in einer Gruppe, für die sie durch ihre medizinischen Kenntnisse ein wahrer Segen ist. Aber auch ohne dieses Können, würde jeder von ihr profitieren, denn sie ist herzensgut, hilfsbereit und fürsorglich.
  • Florian, ein Preuße, ist in einer ganz eigenen Mission unterwegs, so könnten sowohl die Deutschen als auch die Sowjets ihm gefährlich werden. Er ist selbstbewusst, gewieft und ein Einzelgänger. Aber obwohl er versucht für sich zu bleiben –mit seinem Vertrauen in andere Menschen ist es nicht allzuweit her-, rettet er Emilia aus einer sehr brenzligen Situation. 
  • Alfred ist ein siebzehnjähriger deutscher Soldat, ein Nazi erster Güte -zumindest auf den ersten Blick-. Auf den zweiten, ist er eher ein Großmaul und Angsthase
  • Emilia ist 15 Jahre alt. Sie ist nicht nur hochschwanger, sondern als Polin von beiden Kriegsparteien geächtet. Sie ist schüchtern und logischerweise ängstlich

Joanas, Florians und Emilias Wege kreuzen sich während der Verfolgung ihres Zieles, das Land mithilfe der geplanten Seeevakuierung zu verlassen, wo sie -falls sie es bis dahin schaffen sollten- auf Alfred treffen würden... 
Was dazwischen geschieht und ob sie ihr Ziel erreichen, müsst ihr leider selbst lesen, ich kann nur sagen: Es lohnt sich!

Trotz des schweren Themas hat Ruta Sepetys es geschafft ein Buch zu schreiben, dass mich von der ersten Sekunde an voll in seinen Bann ziehen konnte!
Dies ist mehreren Details geschuldet, die ich absolut gelungen fand.
Da wäre zum Einen der Schreibstil. Es herrschen fast durchgehend kurze Sätze in kleinen Kapiteln, was einen angenehmen Lesefluss, aber auch enorme Neugierde auf das Kommende auslöst. Die Kapitel sind in der Regel ca. 1,5 Seiten lang und in der Ich-Perspektive der aktuellen Person verfasst, was nicht nur dazu animiert, Kapitel um Kapitel zu verschlingen, sondern auch die Protagonisten zum Leben erweckt und authentisch macht. Wir Leser erleben alles hautnah -ihre Sorgen, Ängste, aber auch ihre Erinnerungen an ihre Vergangenheit-, was bei mir nicht selten ein beklemmendes Gefühl hinterließ. Gänsehaut garantiert!
Zum Anderen ist die von der Autorin geschaffene Stimmung schlichtweg brillant! Wir lesen sowohl über geschichtliche als auch menschliche Komponenten, was den Reiz für mich nur noch verstärkt hat! Die vorherrschenden Ungerechtigkeiten, Hunger, Armut und Krankheit lassen die kleinen Dinge -Vertrauen, ein kleines Lächeln oder gar Liebe-, wie ein kleines Licht in einer dunklen, gefährlichen und menschenunwürdigen Welt erscheinen. Natürlich immer mit dem Wissen, dass Krieg alles kostet!

So, da wären wir nun... An dem Punkt, an dem ich eigentlich schreiben würde, dass "Salz für die See" ein "schönes" Buch ist. Dennoch sträubt sich alles mir, dieses Wort in einem solchen Kontext zu verwenden...
Ein Buch mit einem Hitler/Stalin-Hintergrund, unbeschönigten menschlichen Abgründen, einer Menge Trauer und Verlust kann eigentlich nicht "schön" sein, oder?
Fakt ist jedoch, dass es eines der besten und beeindruckendsten Bücher ist, die ich bislang lesen durfte und die darin enthaltene Tiefgründigkeit noch eine Weile in mir nachhallen wird! 
Also sucht euch, wenn ihr mögt, einfach ein Adjektiv aus, das eurer Meinung nach angemessen erscheint ;)  

  
mein Fazit: 
                                 5 von 5 Sternen



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Montag, 9. Januar 2017

Angstmädchen

Quelle: HEYNE <
Angstmädchen
von Jenny Milewski  

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Originaltitel: Yuko
Originalverlag: Telegram 
Aus dem Schwedischen von Maximilian Stadler

Erscheinungstermin: 09. Januar 2017
Paperback, Klappenbroschur, 
336 Seiten, 13,5x20,6cm
ISBN: 978-3-453-43880-4 

€ 13,99 [D] | € 14,40 [A] | CHF 19,50* (*empf. VK-Preis) 
ebook € 10,99 [D] | CHF 14,00* (*empf. VK-Preis) 

Verlag: HEYNE <


die Autorin:

Jenny Milewski, geboren 1971, liebt Thriller und Horror. Sie arbeitet in der Werbebranche und hält neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit Vorträge über Spannung in Literatur und Film. In der schwedischen Szene hat sie bereits einen Namen und steht mit ihrem Debütroman Skalpelltanz für eine neue Thrillergeneration. Jenny Milewski lebt mit ihrem Mann in Malmö.    


Klappentext:

Die junge, schüchterne Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein. Zu ihrer großen Freude bekommt sie das einzige Zimmer, das über eine Badewanne verfügt. Doch dann erfährt sie, dass sich darin ein Mädchen namens Yuko die Pulsadern aufgeschnitten hat. Kurz darauf findet Malin Haarbüschel, die nicht von ihr stammen können, und als sie eines Nachts eine blasse Gestalt sieht, wird ihr klar, dass etwas in ihr Leben getreten ist, das sie nicht mehr loswird. Etwas, das ihr Angst macht – das auf sie wartet – wo immer sie auch hingeht … 


Meinung:

Als Malin in ihr erstes eigenes Studentenzimmer ziehen kann, ist sie überglücklich. Doch leider wird dieser Zustand nicht von Dauer sein... Denn nicht nur ihre WG-Mitbewohner sind irgendwie seltsam, sondern auch mit ihrem Zimmer -oder besser gesagt Bad-, scheint etwas nicht zu stimmen.
Als sie dann erfährt, dass sich die vorherige Bewohnerin Yuko in ihrer Badewanne das Leben nahm, ist es schon fast zu spät! Denn seltsame und beängstigende Vorkommnisse haben längst ihren Lauf genommen...

Als ich den Klappentext des Buches las, war ich sofort hin und weg. Düster und geheimnisvoll, genau so wie ich es mag! 
Natürlich musste ich mich gleich über das Schätzchen hermachen aber was dabei herauskam, lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück.

Kommen wir zuerst zum Schreibstil. Die Autorin erzählt aus Malins Perspektive, in zumeist kurzen, überschaubaren Sätzen. Gerade zu Beginn wirken diese auf mich stellenweise etwas abgehakt. Dies legt sich jedoch im Verlauf der Geschichte und weicht einem angenehmen Lesefluss. 

Das Thema der Story ist wirklich interessant und birgt viel Potential. Leider braucht die Autorin jedoch etwas "Anlauf". Gerade zu Beginn waren mir die Charaktere etwas blass, irgendwie fehlte mir einfach der Bezug. So konnte ich weder nachvollziehen, warum Malin ständig weint -mal aus Zorn, mal aus Trauer- oder warum sie derart besessen von der toten Yuko ist. Für mich hat sich Jenny Milewski etwas zuviel Mühe mit dem Drumherum gegeben, was auf mich etwas langatmig wirkte. 
Aber dann... Ja dann ging es so richtig los! ,
Kurz vor der Mitte des Buches zieht die Story dermaßen an, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte! Ab diesem Moment kommt alles zusammen, was ich mir beim Lesen des Klappentextes erhofft hatte. Spannung, Mystery und Gefahren in einer derart rasanten Geschwindigkeit, dass es ein wahrer Genuss ist! 
Aber ich muss euch warnen. Die Art und Weise, wie sich die Geschehnisse ab dem Moment überschlagen, ist nichts für zartbesaitete Gemüter! Es wird auch schon mal spooky und vor allem blutig ;)

Alles in allem war "Angstmädchen" für mich ein gelungener Thriller! Denn das, was mich anfangs an Länge störte, macht die Rasanz und Action des Rests definitiv wett!   


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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